Halbinsel Wittow

immer eine vorhandenen frischen Brise wird aus diesem Grund auch Windland genannt. Von Meer und Bodden umgeben ist die Halbinsel Wittow mit der Halbinsel Jasmund durch einen schmalen 10 Kilometer langen Landzugang verbunden. Die Schaabe, so der Name dieser Landverbindung, hat einen der schönsten und  feinsandigsten Strände auf der Insel Rügen. Abgeschirmt wird der Strand durch einen Kiefernwald zwischen Glowe und Juliusruh.

Die Wittower Fähre, die auch Autos transportiert, ermöglicht eine Verbindung zum Westen der Insel Rügen. Der nördlichste Punkt der Insel Rügen ist Kap Arkona. Hier befindet sich ein Ensemble, bestehend aus zwei Leuchttürmen, den Resten eines Slawischen Burgwalls und dem idyllischen Fischerdorf Vitt nahe Putgarten, das zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten auf der Insel Rügen gehört..

Südlich von Dranske befindet sich die etwa 500 ha große Halbinsel Bug, der größte Sandhaken der Insel Rügen. Die über 8 km lange, nur einige Meter über den Meeresspiegel hinausragende, und an ihrer schmalsten Stelle nur etwa 100 Meter breite Halbinsel, ist teilweise Bestandteil des Nationalparks Vorpommesch Boddenlandschaft. Ein Besuch dieses Naturparadieses ist möglich, und bei einer Wanderung kann viel Interessantes entdeckt werden.

Weitere Sehenswürdigkeiten auf der Halbinsel Wittow sind eine um 1200 gebaute gotische Backsteinkirche in Altenkirchen, Hünengräber bei Nobbin und Zeugnisse der Fischerei- und Seefahrtsgeschichte in Häfen und Ortschaften an der Küste. Beliebte Anlaufpunkt für Freunde des Wassersports sind die Häfen von Breege und Wiek.


Landschaft ... Der nördlichste Teil der Insel Rügen ist die von Meer und Bodden umgebene Halbinsel Wittow, die wegen der immer vorhandenen frischen Brise den Beinamen "Windland" hat. An rund 300 Tagen im Jahr herrscht hier der Wind. Die Halbinsel wird geprägt durch die Steilküste im Norden und die flache Boddenlandschaft im Süden. Sie ist mit der Halbinsel Jasmund durch eine schmale 10 Kilometer lange Landverbindung, Schaabe genannt, an der Tromper Wiek, verbunden. Die Schaabe hat einen der schönsten und feinsandigsten Strände auf der Insel Rügen. Durch einen Kiefernwald zwischen Glowe und Juliusruh wird der Strand abgeschirmt
Geschichte und Tradition ... Die Orte auf der Halbinsel Wittow zeugen von einer langen Tradition dessen Ursprung in der slawischen Siedlungsgeschichte liegt. Altenkirchen wurde wahrscheinlich kurz nach der Eroberung der slawischen Feste Arkona im Jahre 1168 gegründet und besitzt eine schöne, von einem alten Friedhof umgebene, Pfarrkirche mit deren Bau vermutlich schon um 1185 begonnen wurde. Im Dorf Nobbin erinnert das Großsteingrab „Riesenberg“ an die jungsteinzeitliche Besiedlung von Rügen. Wiek, das 1819 als größtes Dorf der Insel Rügen galt und dessen Bewohner unter anderem vom Bootsbau lebten war bis ins 19.Jh. ein bedeutender Hafenplatz.
Altenkirchen Wenn man von der touristischen Hauptroute nach Kap Arkona abweicht, gelangt man in das kleine beschauliche Dorf Altenkirchen (1.038 Einwohner). Hier findet man schöne Häuser und eine der ältesten Kirchen der Insel Rügen. Die Pfarrkirche wurde gegen 1200 begonnen. Zu Ehren des Kriegsgottes der Ranen, der slawischen ursprünglichen Bevölkerung Rügens, wurde ein sogenannter Svantevit-Stein eingebaut. Er hat die Form eines Priesters mit Trinkhorn.
Ostseebad Breege-Juliusruh Eingerahmt zwischen dem Breeger Bodden und der Ostsee liegt Breege (786 Einwohner), das nördlichste Ostseebad Rügens. Der 12 km lange Strand, die Nehrung Schaabe, führt auf direktem Wege zur Halbinsel Jasmund im Südosten. Im Westen öffnen sich die weiten Boddenlandschaften der Halbinsel Wittow, während im Norden die Steilküste mit den Leuchttürmen des Kap Arkona wartet. Der Ortsteil Juliusruh, am nördlichen Ende von Breege gilt als der zweitsonnenreichste Ort Deutschlands, was viele Sonnenanbeter anlockt, die sich im kühlen Wind der Ostsee bräunen. Dieses milde Klima wirkt belebend auf Geist und Körper.
Dranske Die größte Gemeinde der Halbinsel Wittow ist Dranske (1.286 Einwohner). Das ehemalige Fischerdorf liegt zwischen der Ostsee und dem Wieker Bodden. Zur Gemeinde Dranske gehört die längste Landzunge Rügens, der Bug. An der südlichen Spitze werden geführte Wanderungen durchgeführt. Entlang eines Hochuferweges zum Kap Arkona liegt das Erholungsgebiet Bakenberg mit Sandstrand unterhalb der Steilküste. In Dranske kann man sich die älteste noch existierende Gaststätte Rügens anschauen. Die Existenz des „Schifferkrug“ ist seit 1455 bewiesen.
Wiek
Auf der anderen Seite des Wieker Boddens, gegenüber von Dranske, liegt die Gemeinde Wiek (1.213 Einwohner). In der Pfarrkirche St. Georg zu Wiek, einer gotischen Backsteinkirche, finden im Sommer regelmäßige Ausstellungen und Konzerte statt. Die unmittelbare Umgebung Wieks lädt zum Radfahren, Wandern und Wassersport jeder Art ein. Vom Wieker Hafen aus verkehren regelmäßig Fähren zur Insel Hiddensee.

Baden und Freizeit
Der endlose Sandstrand der 10 km langen Schaabe lädt zu ebenso endlosem Badespaß und zum ausüben sämtlicher Wassersportarten ein. Für Segler und Angler ist der Breeger Bodden mit seinem Hafen schon lange ein Geheimtipp. In der näheren Umgebung gibt es viele Freizeitangebote, wie z.B. Surf-, Segel- und Tauchschulen, Reiterhöfe, aber auch einen Golfübungsplatz und Töpfereien, in denen man sein Geschick in verschiedenen Kursen beweisen kann. Von Breege, das direkt am Bodden liegt, kann man per Schiff direkt zur Insel Hiddensee übersetzen oder die jährlich stattfindenden „Störtebeker-Festspiele“ auf der einmaligen Naturbühne Ralswiek besuchen. Juliusruh ist ein idealer Ausgangspunkt für organisierte oder individuelle Fuß- und Radwanderungen, wie z.B. zu den Leuchttürmen am „Kap Arkona“, den archäologisch wertvollen Hünengräbern oberhalb der imposanten Steilküste oder einfach nur durch die schönen Küstenschutzwälder. In Breege befindet sich außerdem eine Ferienanlage, deren Sport- und Erlebnisbereich mit Schwimmhalle, Sauna, Badminton- und Tischtennishalle gegen Entgelt zur Verfügung steht.

Kulturelle Angebote

Das wohl bekannteste und beliebteste Ausflugsziel Wittows ist das Kap Arkona mit jährlich ca. 800.000 Besuchern. Das Flächendenkmal ist in seiner Art einzigartig in Deutschland. Am Kap befinden sich zwei Leuchttürme, ein Peilturm, zwei Militärbunker, die slawische Jaromarsburg, Restaurants, Kneipen und Souvenirläden. Bei klarer Sicht kann man von hier bis zur dänischen Insel Mon sehen. Das kleine Dörfchen Vitt, das aus gerade 13 reetgedeckten Häusern und einer Gaststätte besteht und schon im 10. Jahrhundert zur Burganlage Arkona gehörte, steht heute unter Denkmalschutz. Man erreicht Vitt nur per Pferdekutsche, Fahrrad, Parkbahn oder zu Fuß. Wenn man dort angelangt ist, wird man als Naturliebhaber und Romantiker für die Mühen belohnt. Ebenso sehenswert ist der weitgehend vom Massentourismus unberührte Ort Altenkirchen mit der bekannten Pfarrkirche im Herzen der Halbinsel.


Kulinarisches
Gepflegte Gaststätten und Cafés laden auf ganz Wittow zum Verweilen ein. Doch im Herbst jeden Jahres ist der Kohl für 4 Wochen kulinarische Hauptattraktion. Dieses vitaminreiche Gemüse begeistert viele Menschen. Frisch auf Wittow geerntet, bietet es Hungrigen eine einzigartige Form der kulinarischen Saisonverlängerung. Gaststätten locken mit ganz eigenen speziellen Kohlgerichten die Liebhaber regionaler als auch internationaler Spezialitäten an.